LyricCreator
Ein Werkzeug, das aus einer Handvoll Liednummern fertige Präsentationsfolien für den Gottesdienst erzeugt. Die manuelle Formatierarbeit, die in Gemeinden sonst jede Woche anfällt, macht der Browser.
- Status
- Live auf GitHub Pages
- Rolle
- Konzeption & Umsetzung
Das Problem
In vielen Gemeinden läuft die Liedvorbereitung für den Gottesdienst jede Woche gleich ab: Jemand sucht die Texte zusammen, kopiert sie in PowerPoint, formatiert Zeilenumbrüche, Schriftgröße und Folienwechsel von Hand. Das kostet Zeit, sieht bei jedem anders aus, und passiert kurz vor dem Termin.
LyricCreator ersetzt diesen Schritt: Man wählt einen Modus, ein Ausgabeformat und eine Vorlage, tippt die Liednummern ein und bekommt die fertige Präsentation zum Download.
Wie es funktioniert
Das Tool bringt eine feste Bibliothek von über 200 Liedern mit. Statt Texte einzufügen, gibt man nur die Nummer ein – der Rest steckt schon drin. Es gibt zwei Modi (Gottesdienst und Nur Lieder), drei Vorlagen für das Folienlayout und drei Ausgabeformate: PPTX, PDF und Bild. So passt das Ergebnis sowohl in eine PowerPoint-gestützte Präsentation als auch in einen Ausdruck.
Alles läuft im Browser
Der interessante Teil steckt darin, wo die Datei entsteht. Die Seite liegt auf GitHub Pages, also auf reinem Static Hosting ohne Server. Es gibt keine Stelle, an die Eingaben geschickt werden könnten – die komplette Erzeugung der PowerPoint-, PDF- oder Bilddatei passiert in JavaScript direkt im Browser. Das ist nicht nur eine technische Randnotiz: Es heißt, dass keine Liedauswahl das Gerät verlässt und dass für den Betrieb dauerhaft keine Kosten und keine Wartung eines Servers anfallen.
Offline nutzbar
LyricCreator ist als Progressive Web App gebaut und lässt sich auf dem Gerät installieren. Das war eine bewusste Entscheidung für den Einsatzort: In Gemeinderäumen ist das WLAN oft schwach oder gar nicht vorhanden. Einmal geladen, funktioniert das Tool auch ohne Netz weiter.
Grenzen
- Die Liedbibliothek ist fest hinterlegt; neue Lieder kommen über eine Code-Änderung dazu, nicht über die Oberfläche.
- Die drei Vorlagen decken die üblichen Fälle ab, sind aber nicht frei anpassbar.
- Vor dem Download gibt es keine Vorschau – man sieht das Ergebnis erst in der erzeugten Datei.
Für den Zweck ist das bewusst schlank gehalten: Das Tool soll einen wiederkehrenden Handgriff schneller machen, nicht ein vollwertiges Präsentationsprogramm ersetzen.